Neben dem Wetter überzeugte die enorm hohe Qualität der Braunviehtiere und die bestens organisierte und gemütliche Festwirtschaft. Richter Florian Pfulg, Romoos sprach von einem Winter-Frühling-Morgen. Der Samstagmorgen präsentierte sich noch weiss, doch mit herrlichem Sonnenschein und warmen Temperaturen. 13 Züchter führten 84 braune Rinder und Kühe auf dem Schauplatz des Kronospanareals in Menznau auf. Und während die Züchter ihre Tiere vor Ort nochmals fein säuberlich reinigten, machten die Kinder im Schauring auf dem Sägemehl die ersten Schwingkämpfe.
Braune Kühe kämpfen im Ring
Bald schon begannen die „Ringkämpfe“ auch für die Rinder und Kühe der Rassen Braunvieh und Originalbraunvieh. Richter Daniel Küng, Ruswil und Florian Pfulg rangierten die Abteilungen mit grossem Engagement. „ Es ist eine Freude, an einer Genossenschaftsschau Tiere mit einer so hohen Qualität zu richten“, sagten Pfulg und Küng. Auffällig seien die starken Euter und die Spitzentiere, die national ganz vorne mitmischen können, sind sich die beiden Richter einig. Besonders spannend wurde es am Nachmittag bei den Schöneuter- und Championwahlen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kam bei den Züchtern etwas Anspannung und Nervosität auf. Bereits am Morgen hatten die Tiere von Kurt Willmann, WTS-Genetics Menznau, in den Abteilungen dominiert. So war es wenig verwunderlich, dass auch einige Spezialwettbewerbe an ihn gingen. Willmanns Kühe Jongleur Wendy und Jongleur Rosalie holten sich die Titel Schöneuter jüngere Kühe bzw. Schöneuter ältere Kühe. Jongleur Janka ebenfalls aus dem Stall von Willmann durfte sich zur Miss Braunvieh küren lassen. Den Titel Miss Originalbraunvieh ergaterte sich Nino Nora von Roos Walter, Menznau und das Originalbraunvieh-Tier Janko Jola von Amrein David, Willisau gewann den Titel Rinder Champion.Friedlich ausserhalb des Rings
Ging es im Ring um jeden Rang, half man einander ausserhalb des Rings, wo es ging. Und bei saftigem Steak mit Pommes Frites oder einem Schoukafi genoss man den Austausch unter Bekannten, Verwandten und Gleichgesinnten. Erfreulicherweise kamen auch interessierte Familien, um Kühe zu streicheln und zu schauen, was die Bauern machen. Diese diskutierten über die Genetik der einzelnen Rinder und Kühe oder fachsimpelten anderweitig. Zwischendurch hatte auch ein flotter Spruch und ein gemeinsames Lachen Platz. Am Abend trafen sich die Züchter nochmals in der Festwirtschaft, um ihre Wanderglocken auszutauschen und die Genossenschaftsschau 2017 ausklingen zu lassen.
Tradition erhalten
Die Familie von Walter Roos, Menznau sorgte für den traditionellen Teil der Genossenschaftsschau. Sie kamen mit ihren Tieren zu Fuss. Bereits lange bevor sie ersichtlich waren, hörten die Schaubesucher die Glocken der Kühe und erahnten die Ankunft der Familie Roos. Für die Heimreise scheuten sie keinen Aufwand und schmückten ihre Tiere ganz traditionell mit Bauch- und Kopfschmuck.Bericht und Bilder: Nicole Amrein




